Langenfelder Malteser im Einsatz bei Evakuierung nach Bombenfund in Leverkusen Drucken E-Mail
Freitag, den 28. Mai 2010 um 17:33 Uhr
Bei Erdarbeiten für Versorgungsleitungen war am Donnerstagnachmittag gegen 15:30 Uhr eine englische Fliegerbombe nahe des Sängerheims an der Werkstättenstraße in Leverkusen-Opladen in etwa 80 Zentimetern Tiefe entdeckt worden. Nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes konnte die Bombe nicht entschärft, sondern nur kontrolliert gesprengt werden. Dazu wurde die Bombe in ein eigens ausgehobenes vier Meter tiefes, mit Sand und Stroh gefülltes Loch eingegraben. Für die Sprengung wurden die angrenzende Bahnlinie Köln-Opladen-Wuppertal (Personen- und Güterzugstrecke), der Luftraum über der Einsatzstelle und die Bahnallee gesperrt.

Um 18:30 Uhr wurde zur Unterstützung die Sanitätsgruppe der Malteser in Langenfeld alarmiert. Angefordert wurden die Krankenwagen zum Patiententransport. Kurz nach 19:00 Uhr verließen die drei Langenfelder Krankenwagen und der Krankenwagen der Malteser aus Monheim das Einsatzzentrum an der Bachstraße in Richtung Leverkusen.

Gegen 20:30 Uhr begann die Evakuierung von insgesamt 700 Personen die in einem Radius von 300 Metern um den Sprengort wohnen. Sie wurden von Einsatzkräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr sowie von Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes und der Polizei aus den Wohngebäuden evakuiert. Krankenwagen der Hilfsorganisationen transportierten die bettlägerigen Anwohner aus Ihren Wohnungen in ein Altenheim und in das Remigius-Krankenhaus. Dort wurden Sie während der Entschärfung betreut. Die anderen Betroffenen wurden im Berufskolleg Stauffenbergstraße untergebracht. Nach abgeschlossener Evakuierung begann der Kampfmittelräumdienst um 22:10 Uhr mit der Sprengung der Bombe. Um 22.42 Uhr war die Bombe entschärft, so dass die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückgeführt werden konnten.

Ebenfalls im Einsatz die Langenfelder Führungsunterstützung und der Technik-Trupp der Malteser. Die Führungsunterstützung organisierte und leitete den Rettungsmittelhalteplatz und der Technik-Trupp leuchtete den Parkplatz an den Rennbaumstraße aus, auf welchem sich der Rettungsmittelhalteplatz befand.

Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte von der Polizei, Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Ordnungsamt im Einsatz. Davon 11 Einsatzkräfte aus Langenfeld.

Für die Langenfelder Malteser endete der Einsatz am Freitagmorgen um 02:00 Uhr.