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Malteser in Langenfeld Rhld.

Übung auf der gesperrten A542

16.04.2016

Es ist Freitagabend 18 Uhr 32 als der Funkmelder geht. In knappen Worten wird die Feuerwehr Langenfeld zu einem Verkehrsunfall auf die A542 alarmiert. Was war geschehen? Auf der Autobahn A542 hatten mehrere Fahrer ein Stauende übersehen und sind in bereits stehende Fahrzeuge gerast. Ein PKW hat sich dabei mehrfach überschlagen und ist auf dem Dach liegen geblieben. Die beiden Insassen des Fahrzeugs sind schwer verletzt und in dem Wagen eingeklemmt. Ein weiterer PKW fährt auf einen LKW auf und wird ebenfalls von einem LKW gerammt. Dabei wurden in dem PKW drei Personen eingeschlossen. Der Fahrer des LKW wurde bei dem Unfall ebenfalls leicht verletzt. Was sich sehr dramatisch anhört, war Gott sei Dank nur eine Übung auf der gesperrten A542.

 „Uns bietet sich nicht oft die Möglichkeit auf einer gesperrten Autobahn eine reale Übung durchzuführen. Einen großen Dank möchte ich an Straßen.NRW richten, die uns diese interessante Übung ermöglicht hat. Es war eine wirklich gute Sache, auf der gesperrten Autobahn die Zusammenarbeit der hauptamtlichen und der freiwilligen Kräften der Feuerwehr sowie den Hilfsorganisationen - DRK und Malteser Hilfsdienst - zu üben. Gerade, weil ein solcher Verkehrsunfall ein nicht alltäglicher Einsatz ist, war diese Übung wichtig.“ sagte der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Frank Noack.

Für zusätzlichen Realismus sorgte noch die Verletzten-Schminkgruppe des DRK, die die Verletztendarsteller sehr realitätsnah schminkten. „Durch die sehr gut dargestellten Verletzungen kam ein zusätzlicher Realitätsfaktor in die Übung und sorgte bei allen Beteiligten für zusätzliche Motivation“, lobte Christian Nitz vom Malteser Hilfsdienst.

Der Ablauf der Übung lief dann auch sehr routiniert ab. Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Anzahl der verletzten Personen fest. Schnell hatte der Notarzt auch die Sichtung durchgeführt und festgestellt, dass insgesamt zwei Personen sehr schwer, zwei Personen schwer und zwei weitere Personen leicht verletzt waren.

Entsprechend wurden über den Einsatzleitwagen der Feuerwehr die entsprechenden Kräfte des Rettungsdienstes nachgefordert. Zusätzlich zu den Nachforderungen wurde die Einsatzstelle in Abschnitte eingeteilt und den entsprechenden Einheiten zugeordnet. So übernahm die hauptamtliche Wache, unterstützt von der Einheit Reusrath, die Rettung der schwer verletzten Personen aus dem Fahrzeug, das sich überschlagen hatte. Der Innenstadtlöschzug übernahm, zusammen mit der Löscheinheit Richrath, die Rettung der drei Personen aus dem zweiten PKW und die Löscheinheit Wiescheid übernahm die Absicherung der Einsatzstelle mittels Verkehrsleitkegeln.

Am Ende der Übung waren alle eingesetzten Kräfte begeistert von dem Realitätsgrad der Übung. Thomas Spooren, Wachabteilungsleiter und Tobias Moses, Gruppenführer der Löscheinheit Richrath, stellten denn auch übereinstimmend fest: „Die ganze Situation und der Realitätsgrad eines Verkehrsunfalls lassen sich am besten auf einer echten Autobahn nachbilden. Ein solch umfangreiches Übungsszenario lässt sich einfach nicht auf einem Parkplatz nachstellen.“

Wolfram Polheim, Leiter des Referats Rettungsdienst- und Feuerwehr, lobte am Ende der Übung das gute Zusammenspiel aller beteiligten Kräfte und bedankte sich bei den Hilfsorganisationen für ihre Mithilfe.  Er bedankte sich auch namentlich auch bei S. Wrobel und D. Leffler, die die Übung vorbereitet und organisiert haben.

 

Text: Feuerwehr Langenfeld

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