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Malteser in Langenfeld Rhld.

Malteser machen Grundschüler in Erster Hilfe fit

In der Erich-Kästner-Schule lernten Kinder auch Reanimation

12.03.2018
Die Grundschüler lernten schnell, was bei der Ersten Hilfe wichtig ist
Vivien Wienhusen (links) und ihre Schulkameradin besuchen Christian Nitz im KTW
Erste-Hilfe-Ausbilderin Sophie Schwarz demonstriert der Schülerin, wie ein Verband angelegt wird
Wer sich einmal selbst einen Verband angelegt hatte, wollte ihn gar nicht mehr ablegen

Langenfeld. Was war das für eine Freude, als die Schüler der Erich-Kästner-Schule am Fahler Weg ihren Eltern jetzt stolz einen Druckverband anlegen konnten. Ganz fachmännisch „verarzteten“ die Erst-, Zweit- und Drittklässler ihre Verwandten nun nämlich probeweise bei der Ergebnis-Präsentation ihrer Projektwoche unter dem Motto “Helfen“.

 

Themen wie “Mülltrennung“, “Ernährung“, “Wir gegen Mobbing“ und “Anti-Stress“ waren Gegenstand der vergangenen Woche. Die Malteser sowie die Freiwillige Feuerwehr Langenfeld widmeten den Kindern darüber hinaus ganze fünf Tage, in denen sie intensiv geschult wurden. Während die Viertklässler ausschließlich von der Feuerwehr betreut wurden und die Wache der Berufsfeuerwehr besichtigen sowie etwas über Brandschutz lernen konnten, kümmerten sich die Malteser um die Jahrgangsstufen Eins bis Drei. Mehrere Tage lang hatten die Kinder so Gelegenheit, alles Wissenswerte rund um die Erste Hilfe zu erfahren. Dabei wurden sie tageweise abwechselnd vor- und nachmittags in Theorie und Praxis geschult. Während die Lehrer den Kindern theoretisch vermittelten, wen man im Notfall um Hilfe bitten kann und wie man einen Notruf absetzt, brachte Malteser-Ausbilderin Sophie Schwarz den Kleinen bei, wie man Druck- und Handverbände anlegt.

 

Auch, was bei einer Reanimation wichtig ist, demonstrierte die 19-Jährige den jungen Schülern anschaulich und kindgerecht. Schon nach kurzer Zeit waren die kleinen Teilnehmer auf diese Weise sogar mit der stabilen Seitenlage vertraut und konnten diese nahezu perfekt an verschiedenen Probanden umsetzen. „Den Schwerpunkt haben wir darauf gelegt, dass die Kinder nicht vorbei gehen, wenn ein Mensch sich in einer Notlage befindet, sondern, Hilfe holen“, erläutert Ausbilderin Sophie Schwarz. So hätten die Schüler beispielsweise auch gelernt, welche Fragen auf sie zukämen, wenn ein Notruf abgesetzt würde und was sie insoweit beantworten müssten.

 

"Eingetütet" hatte Sonderpädagogin Christiane Fischer von der Erich-Kästner-Schule die Kooperation mit den Maltesern: „Die Ausführung des Projektes war hervorragend und die Kinder waren total begeistert“, sagt die 62-Jährige. Besonders die praktische Umsetzung des richtigen Klebens von Pflastern habe den Schülern Freude bereitet. Die Sonderpädagogin hält es insoweit sogar für vorstellbar, dass eine Wiederholung der Zusammenarbeit mit den Maltesern, in dem Sinne, dass jeder Schüler im Laufe seiner Grundschulzeit einmal einen Ersten Hilfe-Kurs absolviere, stattfinde.

 

In Gruppen- und Stationsarbeit hatten die Erst-bis Drittklässler sodann ihr frisch erworbenes Wissen auch an der mitgebrachten Erste-Hilfe-Kinderpuppe praktisch umsetzen können.

 

Besonderes Highlight stellten jedoch am letzten Projektwochentag der Krankentransportwagen (KTW) sowie ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr dar. Die Hilfsorganisation und die Feuerwehr hatten die Fahrzeuge eigens auf den Schulhof gebracht und zur Besichtigung freigegeben. Wer insoweit leuchtende Kinderaugen sehen wollte, brauchte nur einen Blick in die imposanten Gefährte zu werfen.

 

Hier konnte nämlich alles genau unter die Lupe genommen und unter den Augen von Dienststellenleiter Christian Nitz sogar einmal das Martinshorn eingeschaltet werden. „Ich habe mich gerade mal in den KTW gelegt und muss sagen, dass es auf der Liege ganz schön bequem ist“, erzählt Vivien Wienhusen (9) aus der Klasse 3b begeistert. „Dass man sich den Krankenwagen und das Feuerwehrauto hier einmal ganz genau angucken kann, finde ich gut.“

 

 

Malteser-Ausbilderin Sophie Schwarz, die in früheren Jahren bereits Kindern Schwimmunterricht erteilt hatte und im Umgang mit jüngeren Schülern daher bestens geübt war, zeigte sich besonders stolz über das Kompliment ihrer kleinen Teilnehmer: Viele Kinder hätten den Kurs besonders gerne belegt, so sagten sie der Ausbilderin, weil man viel habe selber machen können. „Wann immer sie selbst einen Verband anlegelegt haben, haben sie diesen stolz drangelassen, um ihn den Eltern zu präsentieren“, lacht Schwarz. Na, wenn das kein Kompliment ist.

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