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Malteser in Langenfeld Rhld.

Erster Frühlingsbrunch im Café Malta

18 Gäste und ihre Angehörigen ließen es sich schmecken

18.04.2019
Bei dem schönen Anblick ließ man es sich gerne schmecken
Demenzdienste-Leiterin Jasmin Ottow freut sich über ein "volles Haus" beim ersten Frühlingsbrunch
Appetit hatten alle mitgebracht
Die Auswahl an Speisen konnte sich sehen lassen
Helmut Haag freut sich über die Angebote des Cafes Malta und bringt seine Gattin regelmäßig zu den Gruppenstunden
Auf Ehrenamtler Thomas kann sich die Demenzdienste-Leiterin, ebenso wie auf ihr komplettes Team, stets verlassen

Langenfeld. „Es ist einfach wunderbar, dass man auch mal die anderen Herrschaften kennenlernt, die ihre Angehörigen regelmäßig hierherbringen“, freut sich Helmut Haag (80) aus Langenfeld. Gemeinsam mit seiner Gattin, Anneliese (82), ist der Rentner heute zum ersten Frühlingsbrunch ins Café Malta, der Malteser-Begegnungsstätte für demenziell erkrankte Menschen gekommen. 18 Gäste und ihre Familienmitglieder waren der Einladung gefolgt und konnten sich an einem besonders hübsch angerichteten Buffet gütlich tun. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Angehörigen-Entlastungsstelle hatten bereits seit dem frühen Morgen jede Menge Speisen und Getränke in österlicher Manier angerichtet. So gab es neben leckeren Brötchen, Croissants, Zopf und aus Blätterteig gefertigten Häschen auch unterschiedlichste Brotaufstriche, Aufschnitt, Käse sowie eine Tomaten-Mozzarella-Platte. Die Demenzdienste-Leiterin bei der Hilfsorganisation in Langenfeld, Jasmin Ottow, hatte die schöne Idee zur ersten Veranstaltung dieser Art aus einem bestimmten Grund entwickelt: „Unseren Gästen und ihren Angehörigen sollte ein Angebot offeriert werden, das sie gemeinsam wahrnehmen können und dies in einem geschützten Raum, wo jeder die genauen Umstände kennt“, erläutert sie den Hintergrund ihres Einfalls. Häufig vermieden es Angehörige von Demenzkranken nämlich aus dem Grunde, mit den Betroffenen in der Öffentlichkeit Essen zu gehen, weil auswärtige Rahmenbedingungen dem Krankheitsbild der Demenz oft nicht gerecht würden. Ebenso sei es manchem Angehörigen hin und wieder ein Bedürfnis, einfach einmal dabei zu sein, wenn die regelmäßigen Betreuungsgruppen der demenziell Erkrankten im Café Malta stattfänden, nachdem dies jedoch ein geschützter Raum sei, wäre es in diesem Zusammenhang leider nicht möglich, erklärt, Ottow.  Beim zwanglosen Frühlingsbrunch jedoch gab es nun endlich Gelegenheit, dies nachzuholen. So erzählt auch der Angehörige Helmut Haag, wie sehr er es genieße, sich mit den anderen Verwandten der Betroffenen auszutauschen, „Dabei geht es jedoch weniger um Fragen der Erkrankung, sondern ganz ungezwungen, um Dinge wie die Frage, wo die anderen beispielsweise herkommen“, strahlt der sportlich aktive 80-Jährige. Die angeregten Unterhaltungen von regelmäßigen Café-Gästen und Angehörigen beim leckeren Frühstück sowie der Spaß im Rahmen des Austauschs geben Café-Chefin Jasmin Ottow in jedem Fall Veranlassung, den schönen Brunch fortan regelmäßig zu wiederholen.

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