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Malteser in Langenfeld Rhld.

TV-Moderator dreht mit BBD

Die WDR-Servicezeit beschäftigt sich mit dem Thema Altern in NRW

26.08.2019
BBD-Diensteleiter Dietmar Servatius (rechts) und Werner Schneider (links) freuen sich über den Besuch von WDR-Journalist Dieter Könnes
Seniorin Irene bewältigt ihren Haushalt noch völlig eigenständig und demonstriert dem Kameramann, wie flink sie einen Kaffee zaubert
Für den Dreh sind einige Menschen in die Wohnung der Rentnerin gekommen
Zunächst werden ein paar sog. Antexter-Bilder gedreht
Bei Kaffee und Kuchen plaudert es sich entspannter. Dieter Könnes ist begeistert von Irenes Eloquenz
Im Ausflugslokal konnte nicht gedreht werden
Ausgewichen wurde dann für die Schlussszenen auf den Waldweg

Langenfeld. Da zeigt sich Seniorin Irene aber hoch erfreut, als TV-Moderator Dieter Könnes bei ihr anklingelt und mit einem Tablett Kirschstreuselkuchen vor der Wohnungstür steht. Der bekannte WDR-Journalist, der sich im Rahmen seines Fernsehformats „Könnes kämpft“ bei der Servicezeit regelmäßig für Gerechtigkeit einsetzt und älteren, benachteiligten, kranken und schwachen Menschen helfen möchte, hatte sich eigens von Köln auf den Weg gemacht, um die 89-Jährige zu treffen. Grund: Die alte Dame verspürt immer wieder Momente großer Einsamkeit. Nachdem die einzige Tochter samt Familie seit vielen Jahren in Norddeutschland ansässig und der Ehemann schon vor fünf Jahren verstorben ist, verlebt Irene die Abende und Wochenenden in ihrer Wohnung häufig in einer gewissen Traurigkeit. Ein Thema, welches der WDR gerne aufgreifen will.

 

Im Rahmen der Reihe “Altern in NRW“ plant Servicezeit-Star Dieter Könnes nämlich in Erfahrung zu bringen, wie ältere Menschen in unserem Bundesland leben und vor allem, wie sie das Älterwerden mit allen Begleitumständen empfinden. Einsamkeit ist dabei ein zentrales Thema.

Mitsamt Redakteuren und Kamerateam war der Moderator daher angereist, um jede Menge Filmmaterial rund um Irene für das beliebte TV-Format entstehen zu lassen. Für Könnes ebenfalls von großem Interesse: Im Gegensatz zu vielen anderen einsamen älteren Menschen, nimmt die 89-jährige Langenfelderin ein besonderes Angebot in Anspruch, das nicht überall existiert: Den Malteser Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD). Im Rahmen dieses Services besuchen ehrenamtlich tätige Malteser ältere einsame Menschen zu Hause und unternehmen unterschiedlichste Dinge mit ihnen, um Langeweile oder Trübsinn zu vertreiben. So werden beispielsweise Spiele gespielt, Geschichten erzählt, vorgelesen oder man geht gemeinsam spazieren bzw. macht Besorgungen in der Apotheke. Sogar ein Mobiler Einkaufswagen wird im Rahmen des BBDs regelmäßig offeriert, damit die Senioren ihre Eigenständigkeit auch beim Lebensmittelshoppen nicht einbüßen müssen.

Für BBD-Diensteleiter Dietmar Servatius ein besonderes Anliegen: „Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen noch in ihrer Wohnung bleiben können, Ihnen Hilfestellung im Alltagsleben sowie ein Stück Lebensqualität geben.“

Während des Drehtags wird zunächst bei Irene zu Hause aufgenommen: Die Rentnerin in ihrer Küche, wie sie Kaffee kocht, anschließend, wie sie sich in ihr Wohnzimmer begibt und in ihrem Lieblingssessel Platz nimmt. Alles klappt gut und jede Szene ist schnell im Kasten. Die Rentnerin erscheint wie ein Kamera-Naturtalent. Ihre Auftritte bei Büttenreden in früheren Zeiten scheinen sich jetzt auszuzahlen. Als dann Moderator Dieter Könnes erscheint, trinken die beiden gemeinsam Kaffee und plaudern so angeregt vor der Kamera miteinander, dass man meinen könnte, sie kennen sich schon ewig. Dies ist zwar nicht der Fall, doch trotzdem berichtet Irene dem renommierten Journalisten, wie ihr Alltag so aussieht. Einmal in der Woche zählt auch der Besuch durch den Malteser-BBD dazu.

Innerhalb der Langefelder Gliederung der Hilfsorganisation kümmert sich Ehrenamtlerin Ursula Radke um Seniorin Irene. Weil die Malteserin die 89-Jährige regelmäßig besucht und jede Menge Unterhaltsames mit ihr unternimmt, darf Radke natürlich bei den Dreharbeiten nicht fehlen. Wie der Besuchs- und -Begleitungsdienst ganz konkret abläuft, kann die Ehrenamtlerin dem Moderator vor der Kamera so denn auch schildern.

Einziger Wermutstropfen: Als eine spontan erteilte Drehgenehmigung für die Anfertigung einiger kurzer Sequenzen von Malteserin Radke und Schützling Irene in einem dem Baumberger Campingplatz nahegelegenen Ausflugslokal kurzfristig widerrufen wird, muss blitzschnell umdisponiert werden: Statt auf hübscher Außenterrasse sitzend, mit Blick auf den Rhein und einem Kaffee, müssen die Damen nunmehr  eine Weile für und mit der Kamera langsam durch einen Wald schlendern. Als Dieter Könnes dann erneut zu ihnen stößt, wird nochmal ausgiebig geplaudert. Jetzt steht jedoch Malteserin Ursula Radke im Zentrum der Fragen.  Und welche Empfehlung der Fernsehmoderator der liebenswürdigen Rentnerin Irene nach all seinen Einblicken in deren Leben gegen ihre Einsamkeit zum Schluss präsentiert, wird dann Ende September in der WDR-Servicezeit zu sehen sein.

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