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Malteser in Langenfeld Rhld.

Schulbank gedrückt, um zu helfen

Ulrike Schlebusch und Andrea Graf-Diedrich engagieren sich als Malteser-Demenzbegleiter

27.11.2019
vlnr.: Ulrike Schlebusch, Gast Maria und Andrea Graf-Diedrich haben Spaß mit dem neuen Memory

Langenfeld. „Probiert man es selbst einmal aus und lässt sich in der Weise einen Joghurt von oben anreichen, wie es in Krankenhäusern oder Einrichtungen mit alten Menschen täglich geschieht, merkt man schnell, dass man sich erniedrigt fühlt: Man muss hochblicken und die Schwester trifft häufig nicht mal den Mund“, erklärt Ulrike Schlebusch (54). Die ausgebildete Fremdsprachenkorrespondentin hat gerade einen Demenzbegleiterkurs bei den Maltesern absolviert und gelernt, wie man es richtig macht: Wir setzen uns, damit wir auf gleicher Augenhöhe mit dem Erkrankten sind und “füttern“ nicht, sondern reichen Essen an“, ergänzt sie. Der besonders wertschätzende Umgang mit Menschen mit Demenz steht im Rahmen der Silviahemmet-Palliativphilosophie bei der Malteser-Basisqualifikationsschulung im Mittelpunkt. Der Kursus, der regelmäßig über mehrere Wochen an Samstagen und Abendstunden stattfindet, eignet sich besonders für pflegende Angehörige von demenziell Erkrankten und Ehrenamtlern, die sich um Betroffene kümmern. Ulrike Schlebusch und Schulungsteilnehmerin Andrea Graf-Diedrich (59) sind zwei von neun Absolventen des jüngsten Demenzbegleiterkurses, welche die Ausbildung selbstlos zum Wohle der Allgemeinheit absolviert hatten: Inspiriert durch einen Zeitungsartikel meldeten sich beide Langenfelderinnen zur Schulung an. Beweggrund: Im Anschluss wollten sich die Damen ehrenamtlich stundenweise im Café Malta, der Malteser-Begegnungs- und Entlastungsstelle, um Menschen mit Demenz  kümmern. „Ich finde es enorm wichtig, dass die Angehörigen auch mal Luft bekommen“, sagt Andrea Graf-Diedrich. Mitanzusehen wie sehr ihr Vater einst belastet gewesen sei, nachdem bei der Mutter eine sich nachher sogar als falsch herausgestellte Demenz diagnostiziert worden war, habe gezeigt, wie anstrengend es sei, sich permanent zu kümmern. „Dass ich das gesamte im Demenzbegleiterkurs erlangte Wissen samt medizinischer und rechtlicher Grundlagen jetzt vormittags im direkten Umgang mit demenziell Erkrankten im Café Malta anwenden kann, freut mich sehr.“ Und die Malteser freut, zwei so engagierte neue Ehrenamtlerinnen gewonnen zu haben. Infos unter Tel.: 02173/ 81188

 

 

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