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Malteser in Langenfeld Rhld.

So unterstützen Malteser ältere Menschen auch während der Corona-Zeit

Ansprache und Services ohne physische Anwesenheit gewährleisten

09.06.2020
BBD-Dienste-Leiter Reinhard Palenta genießt die regelmäßigen Telefonate mit den Menschen

Langenfeld. Den Leitspruch der Malteser, „Weil Nähe zählt“, während Corona-Zeiten umzusetzen, ist augenblicklich nicht gerade einfach. Kontaktbeschränkungen zur Minimierung der von Covid 19 ausgehenden Ansteckungsgefahr sind allenthalben geboten. Dennoch will die Hilfsorganisation die ihr anvertrauten Menschen nicht im Stich lassen. So haben sich die ehrenamtlichen Helfer der sozialen Dienste einiges einfallen lassen: Nachdem die älteren Herrschaften nicht mehr zu Hause besucht werden durften, sind die Malteser der Abteilungen Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD) sowie Besuchs- und Entlastungsdienst (BED) schlicht dazu übergegangen, den Menschen telefonische Visiten abzustatten. „Jeder unserer Ehrenamtler hat seinen zu Besuchenden von zu Hause aus angerufen und darüber hinaus wurden jede Menge regelmäßige Telefonate von Seiten der Dienstleitungen aus dem Büro heraus getätigt“, erzählt Reinhard Palenta (69). Der langjährige Malteser ist neben Werner Schneider Teil des Doppelspitzen-Führungsteams im Besuchs- und Begleitungsdienst und froh darüber, auf diese Weise Kontakt mit den Menschen halten zu können. Die Gespräche, bei denen sich nicht nur nach dem Wohlbefinden erkundigt, sondern bei denen auch schon mal über Gott und die Welt geplaudert wird, könnten jeweils durchaus zwischen vier und 20 Minuten andauern. Das Hauptaugenmerk der Sozialen-Dienste-Offerten ziele ja gerade auf soziale Kontakte im Alter ab. Neben den klassischen Besuchen zu Hause, die unter normalen Bedingungen das Wesen des Service ausmachen und bei denen Unterhaltsames mit älteren Herrschaften unternommen wird, zählt auch das Malteser Stübchen zu den Angeboten. Gerade diese Veranstaltung, bei der sich üblicherweise rund 30 Seniorinnen und Senioren zum lustigen Kaffeeklatsch mit jeder Menge Programm in der Dienststelle an der Karlstraße treffen, fehle den Leuten. „Bei den Telefonaten wird immer wieder gefragt, wann es denn endlich wieder losgeht“, sagt Palenta. Zwar hätten die Menschen jedwedes Verständnis für die Situation, würden aber schon jetzt regelrecht mit den Hufen scharren, schmunzelt der Dienste-Leiter. Dass Sicherheit vorgehe, sei hier jedoch genauso klar wie beim Dienst des Mobilen Einkaufswagens (MEW). Während in Nicht-Corona-Zeiten regelmäßig ältere Menschen, die nicht mehr allein einkaufen gehen können, kostenlos von zu Hause abgeholt und beim Shopping unterstützt würden, werde das Angebot nun ausschließlich für Bestandskunden kontaktlos durchgeführt. „Diejenigen unter unseren Teilnehmern, die niemanden anderen haben, rufen im Büro an und melden ihren Einkaufswunsch an. Da unsere Ehrenamtler überwiegend selbst zur Risikogruppe zählen, wird dann auf freiwilliger Basis geklärt, wer die Fahrt übernehmen möchte“, schildert Palenta. Jener Kollege setze sich dann mit der älteren Person telefonisch in Verbindung, erhalte kontaktlos Einkaufszettel und Zahlungsmittel, würde den Einkauf erledigen und nach telefonischer Ankündigung die gefüllte Einkauftasche sodann wieder vor der Tür des Betreffenden abstellen. Knapp 15 Stammgäste nutzen den Dienst derzeit äußerst dankbar. Dennoch freuen sie sich, ebenso wie die regelmäßigen Besucher des Malteser Stübchens, die Besuchten des BBDs und vor allem die Ehrenamtler der Langefelder Gliederung, auf den Zeitpunkt, wenn das gefährliche Virus endlich im Griff sein wird und die liebgewonnenen sozialen Zusammenkünfte der Malteser wieder wie gewohnt stattfinden können.

 

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Christian Nitz
Dienststellenleiter
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Fax (02173) 399 19 - 91
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