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Malteser in Langenfeld Rhld.

Café Malta zählt fünf Lenze

Seit 2015 kümmern sich Malteser in der Entlastungsstätte um demenziell veränderte Menschen

12.06.2020
v.l.: Ex-BBD-Diensteleiter Dietmar Servatius, Norbert Nitz (Stadtbeauftragter), Demenzdienste-Leiterin Jasmin Ottow, Reinhard Palenta (BBD-Diensteleiter) und Werner Schneider (BBD-Diensteleiter) hoffen, dass die Feier bald nachgeholt werden darf

Langenfeld. „Happy Birthday“ hieß es jetzt in der Industriestraße 88 gleich in zweifacher Hinsicht. Eigentlich war ja am 14. Juni eine angemessene Geburtstagssause geplant. Grund: Das fünfte Wiegenfest der Malteser Entlastungsstätte für Angehörige von Menschen mit Demenz sowie das zehnjährige Bestehen des Besuchs- und Begleitungsdienstes (BBD). „Aufgrund der Corona-Pandemie fällt die Party zwar zunächst aus, dennoch sollen beide Jubiläen zusammen zu einem späteren Zeitpunkt in gebührender Weise nachgeholt werden", sagt Demenzdienste-Leiterin Jasmin Ottow (42). Als der Begegnungsort für demenziell Veränderte im Jahre 2015 aus der Taufe gehoben wurde, hatten die Malteser ein Ziel vor Augen: Angehörige, welche sich um Menschen mit degenerativen Prozessen der geistigen Fähigkeiten kümmern, sollten stundenweise Entlastung finden. Im Rahmen von Beschäftigungsprogrammen haben es sich speziell geschulte Mitarbeiter seither zur Aufgabe gemacht, im Café Malta Menschen mit beginnender Demenz zu betreuen. So finden unter normalen Umständen beispielsweise nicht nur von montags bis donnerstags, jeweils vormittags, regelmäßige Gruppenstunden statt. Hier werden Aktivierungsspiele, Kreativ-Angebote oder Spaziergänge offeriert. Auch Programme wie Sitz-Tanz, der immer dienstgasnachmittags stattfindet oder Feierlichkeiten zu besonderen Anlässen wie Karneval, werden für die Café-Malta-Gäste zum Highlight. „Die uns anvertrauten Menschen fühlen sich hier deshalb so wohl, da die Begegnungsstätte ein geschützter Raum ist“, erläutert Demenzdienste-Leiterin Ottow. Soweit von Demenz Betroffene beispielsweise hin und wieder ungewöhnliche Dinge täten, weil sie sie wegen degenerativer geistiger Prozesse nicht mehr richtig steuern könnten, würde sie im Café niemand schief ansehen, sondern angemessen darauf reagieren. In den verschiedenen Gruppen gibt es noch freie Plätze für neue Gäste. Außerdem sucht das Café Malta auch wieder Menschen, die sich im Herbst zum Demenzbegleiter ausbilden lassen und bei den Maltesern engagieren möchten. Neben den herkömmlichen Offerten bietet die Entlastungsstätte übrigens auch Angebote für Angehörige, wie das monatlich stattfindende Freitagsfrühstück sowie Gelegenheiten für Gäste gemeinsam mit ihren Verwandten zu kommen. Beim Waffeltag, Frühlingsbrunch oder dem Tag der offenen Tür finden sich daher regelmäßig gerne ganze Familien ein. Durch die Corona-Krise mussten die herkömmlichen Angebote zwar vorerst entfallen, jedoch wird der Kontakt zu Gästen und Angehörigen auch in dieser Zeit regelmäßig telefonisch aufrechterhalten.  Anlässlich des fünften Wiegenfestes hatte sich das Café-Malta Team gemeinsam mit den BBD-Kollegen, die über zehn Jahre im Einsatz sind, nun schon einige Überraschungen für seine Gäste überlegt. Jetzt hoffen die Malteser darauf, dass schon in Kürze ein Termin gefunden werden wird, an welchem dem Begegnungscafé sowie dem Begleitungsdienst unter allen zu beachtenden hygienischen Sicherheitsgeboten gemeinsam mit den Gästen feierlich gratuliert werden kann. Infos und Anmeldung unter Tel.: 02173/81188

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Christian Nitz
Dienststellenleiter
Tel. (02173) 399 19 - 0
Fax (02173) 399 19 - 91
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