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Malteser in Langenfeld Rhld.

Werner Schneider

Werner Schneider (68): „Mit den Menschen zusammen zu sein, macht mir wahnsinnig viel Spaß“

„Ich bin beinahe so etwas, wie ein Zwitterwesen“, sagt Werner Schneider aus Langenfeld schmunzelnd. Der 68-Jährige engagiert sich bei den Maltesern nämlich sowohl für den Besuchs- und Begleitdienst (BBD) als auch für den Besuchs- und Entlastungsdienst (BED). Unterschied: Beim BBD besuchen ehrenamtliche Malteser ältere Mitmenschen, die sich einsam fühlen oder alleinstehend sind und verbringen Qualitätszeit mit ihnen. Da wird vorgelesen, gespielt, spazieren gegangen oder einfach nur erzählt. Beim BED entlasten speziell geschulte freiwillige Mitarbeiter Angehörige von demenziell erkrankten Menschen und kümmern sich angemessen um die Betroffenen. Nach der Silviahemmet-Palliativ-Philosophie beschäftigen sich die Ehrenamtler dann intensiv mit den Erkrankten. Entweder in deren Zuhause oder im eigens dafür konzipierten Café Malta, dem Demenzcafé der Malteser. Werner Schneider betreut hier beispielsweise die Mittwochsgruppe. Gemeinsam mit Kollegin Bärbel befasst er sich hierbei regelmäßig mit einer kleinen Truppe Betroffener und gestaltet die Zeit mit ihnen produktiv und unterhaltsam.

Hinter Dietmar Servatius fungiert Schneider sogar als stellvertretender Diensteleiter des BBDs. Wenn Not am Mann ist, springt der 68-Jährige ein. Außerdem beteiligt er sich an Fahrdiensten. Wann immer es gilt, Gäste des beliebten Malteserstübchens einmal im Monat von zu Hause abzuholen und anschließend wieder dorthin zurückzubringen, ist Werner Schneider mit am Start. Auch für den neuen mobilen Einkaufswagen, der ältere alleinstehende Menschen zu einem Lebensmittemarkt bringt, damit sie wieder eigenständig einkaufen können, und sie nach einem gemeinsamen Kaffee im Anschluss wieder heimfährt, steht Schneider zur Verfügung.

„Es macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß und Freude, mit den Menschen zusammen zu sein“, sagt der ehrenamtliche Malteser. Außerdem habe er nun jeden Tag etwas Dolles zu erzählen, wenn seine Frau von der Arbeit komme. „Ich kann ihr nicht nur berichten, dass ich heute den Flur und das Zimmer geputzt habe, sondern etwas Richtiges“, freut sich der Langenfelder.

Ganze 40 Jahre lang war Schneider zuvor als Pharmareferent im Außendienst tätig gewesen. Damals habe er pro Tag mindestens 14 Gesprächspartner gehabt. Nach Renteneintritt einfach immer nur die Wände anzustarren, während seine Frau arbeite, hätte den Literatur-Fan vor die Hunde gehen lassen.

Nachdem ich die Wohnung von oben bis unten, inklusive der Schränke von außen und innen geputzt hatte, kam die Frage auf, was ich nun machen könnte“, erinnert sich der Rentner mit Schrecken zurück.

Kurzerhand meldete sich Schneider im Jahre 2014 sodann bei der Freiwilligenagentur. Die vermittelten ihn schnell zur caritativen Hilfsorganisation.

Seit dem ersten Januar des Folgejahres ist er nun Malteser. Zunächst hatte Schneider noch als Telefonist in der Dienststelle auf der Karlstraße fungiert. Nach einer Umstrukturierung räumlicher Gegebenheiten siedelte er aber in den Malteser-Standort „Industriestraße“ um. Nach einer EDV-Einweisung landete der 68-Jährige kurzer Hand bei den sozialen Diensten.

Weil er immer wieder mitbekam, wie spannend sich die Arbeit im Bereich des BEDs gestaltete, dauerte es gar nicht lange, bis Werner Schneider mehrere Schulungen durchlief, um qualifiziert mit demenziell Erkrankten umgehen zu können. Dies hat er bis heute nicht bereut und so sagt er denn auch: „Ich kann jedem, der in Rente geht und sich fit fühlt, nur empfehlen, unbedingt mitzumachen!“

 

Stand: 03/2018

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