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Malteser in Langenfeld Rhld.

Der Großhospitalier des Malteserordens zu Besuch in Langenfeld

Der Großhospitalier des Malteserordens, Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel, war heute zu Besuch in Deutschland und machte sich ein Bild von den Maltesern in Langenfeld.

13.07.2017

Gegen Mittag erreichte Dominique Fürst de la Rochefoucauld-Montbel in Begleitung von Dr. Constantin von Brandenstein (Präsident des Malteser Hilfsdienst e.V. in Deutschland) und Karl Prinz zu Löwenstein (Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstands) die Villa Malta in der Industriestraße. Manfred und Norbert Nitz von der Langenfelder Stadtleitung der Malteser präsentierten den Gästen wertvolle Informationen rund um die Stadt Langenfeld und die umfangreichen Dienste und Aktivitäten vor Ort. Im Anschluss stand die Teilnahme an einer Gruppenstunde des Schulsanitätsdienstes auf dem Plan zum Thema „Knochenbrüche“. Sebastian Knop zeigte den Schülern eindrucksvoll welche Arten von Brüchen es gibt, wie man sie erkennt und Erste Hilfe leistet. Auch die Vakuumtrage und Splint Schienen kamen zum Einsatz – hiermit werden Frakturen ruhiggestellt, um den Patienten transportieren zu können. Die Schüler waren sichtlich beeindruckt und begeistert Erste Hilfe und mehr in dieser Gruppenstunde im Beisein des Großhospitaliers lernen und üben zu können.  

Am Nachmittag öffnete Kerstin Fischer (Leiterin Demenzdienste) die Türen des Cafés Malta – ein Ort der Begegnung und eine Anlaufstelle für demenziell veränderte Menschen und deren Angehörige. In ungezwungener Atmosphäre haben diese hier die Möglichkeit stundenweise ihre Freizeit gut umsorgt durch speziell geschulte Demenzbegleiter zu verbringen. Den obligatorischen Kaffee – der gehört natürlich dazu – konnten die Besucherinnen des Cafés und ihre Demenzbegleiterinnen an diesem Tag in der netten Gesellschaft der Ordensdelegation zu sich nehmen.

Der letzte Besuch galt der beeindruckenden und sehr langen Wagenhalle, in der die Einsatzfahrzeuge in Reih und Glied nebeneinanderstehen. Hier stellten die Zug- und Gruppenführer der Katastrophenschutzeinheit ihre Arbeit anhand der verschiedenen Fahrzeuge vor. Rochefoucauld-Montbel schaute sich alles ganz genau an und ließ es sich auch nicht nehmen die Weste von Gruppenführer Rolf Gade anzuprobieren und das ein oder andere Gerät aus den Fahrzeugen zu ziehen.

Guido Boes (katholischer Koordinator der Notfallseelsorge im Kreisdekanat) erläuterte zum Abschluss des Rundgangs gemeinsam mit der diensthabenden Janina Blättler (Absolventin Freiwilliges Soziales Jahr) die Organisation der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Mettmann und die Beteiligung der Malteser daran.

Am Abend lernte der hohe Besuch aus Rom einen Teil der großen Langenfelder Helferschaft kennen. Mit einem gemeinsamen Grillabend – zudem auch noch Dr. Elmar Pankau vom geschäftsführenden Vorstand hinzu kam  –  hatte der Besuch des Großhospitaliers einen gebührenden Ausklang. 

Wer ist der Großhospitalier des Malteserordens?

Der Großhospitalier ist Teil der Regierung des Souveränen Malteserordens. Er verantwortet im Rang eines Ministers, die Aufgabenbereiche Gesundheit und Soziales, humanitäre Angelegenheiten sowie internationale Zusammenarbeit. Allerdings verfügt er an seinem Amtssitz in Rom über keinen großen Finanzhaushalt und einen Beamtenapparat, sondern über einen kleinen Stab von ehrenamtlichen Ordensmitgliedern, die ihn in seiner Führungsaufgabe unterstützen und beraten. Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel koordiniert von Rom aus die vielen Aktivitäten des Ordens weltweit bei seinen karitativen, medizinischen und humanitären Hilfsmaßnahmen und sorgt für die Wahrung christlicher Grundsätze.

Der Franzose Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel (67) ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der Leiter einer Beratungsfirma bekleidet das Amt des Großhospitaliers seit 3 Jahren. In den souveränen Malteserorden wurde er 1992 aufgenommen. Seit 2008 ist er Oboedienzritter und verpflichtet sich damit auf besondere Weise den Zielen des Ordens („Bezeugung des Glaubens, Hilfe den Bedürftigen“). Von 2001 bis 2014 war er Präsident der französischen Assoziation des Ordens. Von 2009 bis 2014 war er zuständig für das Malteser Kinder-Krankenhaus zur Heiligen Familie in Betlehem.

Weitere Informationen

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